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Kenne Deine Rechte!

  • Unterschreibe niemals irgendetwas, ohne genau zu wissen, was dort steht, und nur dann, wenn Du und DeinE AnwältIn mit dem Inhalt einverstanden sind!
  • Es ist entscheidend, alle gerichtlichen und legalen Termine und Verabredungen ernstzunehmen!
  • Du musst alles, was geschrieben steht, verstehen. Besorge Dir Übersetzungen aller Protokolle (v.a. des Bundesamts)!
  • Tu alles Erdenkliche, um Dich abzusichern, dass DeinE AnwältIn Deinen Fall auf eine verantwortungsvolle Weise behandelt!
  • Du bist alleine, ohne Unterstützung am Verletzlichsten!
  • Lehne es vor Gericht oder bei der Polizei ab, irgendetwas zu tun, ohne eineN ÜbersetzerIn dabei zu haben!
  • Verlange, jede Entscheidung von den Behörden schriftlich zu bekommen!
  • Warte nicht, bis es zu spät ist! Du musst jetzt beginnen, Deinen Fall mit anderen zu koordinieren, nicht erst, wenn Du die Benachrichtigung zur Anschiebung erhälst! Du kannst Deine Probleme nicht alleine lösen und niemand kann sie für Dich lösen!
  • Viele Leute weigern sich, das Residenzspflichtgesetz zu befolgen. Auch Du kannst Dich widersetzen!
  • Organisiere Dich selbst! Wir können nicht warten, dass jemand für uns eine Lösung findet. Wir müssen zusammenkommen und für unser Recht kämpfen!

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Kämpfe für Deine Rechte!

Wir werden uns über sprachliche und kulturelle Barrieren und über die kolonialistische Trennung zwischen Flüchtlingen und MigrantInnen hinweg organisieren, um für unsere Rechte in Europa und gegen die soziale, politische, ökonomische und militärische Zerstörung unserer Ländern zu kämpfen. Wir werden nicht länger ruhig zuschauen, wie Millionen abgeschoben und deren Leben zerstört wird. Wir werden nicht länger gespalten bleiben, während wir auf der Straße, in den Heimen und überall misshandelt werden.

Wir werden zusammenkommen und uns gegenseitig unterstützen!

Kontakt:
E-Mail: plataforma@riseup.net
Phone: +49 (0) 1762 65 65 198


Flüchtlinge und MigrantInnen

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Vereinigt Euch!

Was für Folgen hat das neue “Einwanderungsgesetz” für Dich?
Bist Du der/die nächste auf der Abschiebeliste?


Wusstest Du, dass …

  • nur 1.5% aller Asyl-Suchenden zur Zeit Asyl erhalten?
  • 2004 nur aus Berlin fünf Menschen täglich abgeschoben wurden?
  • mit Du dem neuen Einwanderungsgesetz noch weniger Rechte und Möglichkeiten haben wirst?
  • MenschrechtsanwältInnen sagen, dass das Gesetz v.a. Abschiebung reguliert?
  • das neue Gesetz alle AusländerInnen unter Anti-Terrorismus-Statuten stellt, was zu unfaireren Verfahren, mehr Intoleranz und mehr Polizeigewalt und Abschiebung führen wird?
  • currently, Berlin and Brandenburg are planning the deportation of 21.000 people
  • Menschen mit Duldung besonders gefährdet sind?
  • diejenigen, die jetzt den Status Erlaubnis haben, keine Veränderung in ihrem Status erhalten werden?
  • Menschen, denen schon Asyl erteilt wurde, das Asyl wieder entzogen werden kann?
  • alleine im letzten Jahr 17.000 Menschen ihr Asyl entzogen wurde?
  • es keine Pläne für eine Lösung für die Millionen ohne Papiere gibt?
  • auch gute AnwältInnen nur sehr wenig tun können, wenn Du nicht selbst Deine Rechte verteidigst?
  • Einschränkung der Bewegungsfeiheit, auch bekannt als Residenzpflichtgesetz, von Menschenrechtsverteidigern als unmenschlich angesehen wird? Das Gesetz ist verfassungswidrig!
  • Deutschland das einzige europäische Land mit Residenzpflicht ist, nur vergleichbar mit den Apartheid-Pass-Gesetzen von Südafrika?
  • Residenzpflicht jetzt für alle ohne sicheren Aufenthaltsstatus, z.B. Duldung, abgelehnte AsylbewerberInnen usw. gilt?
  • Deutschland direkt an der Ausbeutung von Ressourcen und ökonomischen und politischen Entscheidungen in unseren Ländern beteiligt ist?

Wir alle mussten aus ähnlichen Gründrn fliehen, seien es ökonomische oder politische. Flüchtlinge und MigrantInnen, wir sind alle vertriebene Menschen!


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Poster of the 10th year anniversary congress of The Voice Refugee Forum, http://thevoiceforum.org


Vereinigt Euch!

Die Platform von Flüchtlingen und MigrantInnen ist ein offener Ort — keine Organisation — wo verschiedene Flüchtlings- und MigrantInnengruppen, Initiativen und Indiviuduen sich treffen um unsere Situation als Flüchtlinge und MigrantInnen zu diskutieren und notwendige Aktionen zu planen. Es ist ein Ort für gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Widerstand gegen die Ungerechtigkeit gegen Einwanderer; hier und in unseren Ländern.

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Wir sind überzeugt, dass die einzige Lösung für uns die Autoorganisation und das Zusammenkommen als Flüchtlinge und MigrantInnen sein kann. Für die  21,000 Menschen, die aus Berlin und Brandenbur abgescoben werden, haben wir keine andere Chance als zusammenzukommen und Widerstand zu leisten. Sonst werden sie alle einzeln abschieben; unbemerkt in aller Stille. Wir müssen die Fälle zusammenbringen und sagen, dass wir keine einzige Abschiebung akzeptieren werden: Abschiebung ist ein Verbrechen!